Viele Zuzüger staunen, wie hoch die monatlichen Krankenkassenprämien in der Schweiz sind. Die Gründe liegen in mehreren Faktoren, die eng mit dem Gesundheitssystem verbunden sind.
1. Privates System ohne staatliche Subvention
- Die obligatorische Versicherung wird von privaten Kassen angeboten, der Staat schreibt nur die Leistungen vor.
- Es gibt keine staatlich finanzierte „Gratisversicherung“.
- Der Staat gewährt lediglich Prämienverbilligungen für Personen mit tiefem Einkommen.
2. Hohe Gesundheitskosten
- Hervorragende Infrastruktur und schneller Zugang zu Spezialisten.
- Hochqualifiziertes Personal mit entsprechend hohen Löhnen.
- Teure Medikamente und moderne Medizintechnik.
3. Individuelle Prämien, nicht einkommensabhängig
- Die Prämien hängen vom Kanton, der Altersgruppe und der gewählten Franchise ab.
- Eine Person mit tiefem und eine mit hohem Einkommen zahlen für denselben Versicherungsschutz gleich viel.
- Einkommensschwache können bei ihrer Wohngemeinde Prämienverbilligung beantragen.
4. Freie Arztwahl und breite Abdeckung
- Freie Arztwahl.
- Die meisten Behandlungen und Medikamente sind eingeschlossen.
- Keine langen Wartelisten – diese Flexibilität schlägt sich in den Prämien nieder.
5. Demografie und Risikostruktur
- Die alternde Bevölkerung erhöht die Gesundheitsausgaben.
- Die Kassen gleichen Risiken zwar aus, doch insgesamt steigen die Kosten.
Fazit
Die Krankenkassenprämien sind hoch, weil das System auf privaten Versicherern basiert, die Gesundheitskosten sehr hoch sind, die Prämien nicht einkommensabhängig sind und die breite Abdeckung sowie freie Arztwahl in die Kosten eingerechnet werden.